Tuttlingen

Drei Jahre nach der Gründung des Schwäbischen Albvereins 1888 in Plochingen fanden sich 1891 schon 28 Einzelmitglieder zur Gründung der Ortsgruppe Tuttlingen zusammen. Die Mitgliederzahl stieg bis 1913 auf 454, erreichte 1984 den Höchststand mit mehr als 700 und hat sich seither leider laufend verringert. Tuttlingen ist ein Eckpfeiler des Schwäbischen Albvereins, enden doch hier die ersten Hauptwanderwege, die Nordrandlinie, HW 1, und die Südrandlinie, HW 2, von Donauwörth kommend. Eine Wegetafel am Rathaussteg zeigt die Entfernungen und eine Bildtafel bei der Großen Bruck den Verlauf und sehenswerte Stationen.
Der Allgemeinheit hat die Ortsgruppe immer wieder Bauwerke geschenkt. So wurde 1906 der Albvereinssteg über die Donau, etwa beim heutigen Landratsamt, für 2.597,72 Goldmark erstellt, der mit Unterbrechungen durch Hochwasser bis 1934 existierte. 1936 wurde der viel besuchte Aussichtsstand auf dem Witthoh errichtet und 1991 zum 100-jährigen Jubiläum die Aussichtsplattform am Eichbühl, unmittelbar am HW 1. Das Hirschbrünnele im Gerber-Annentäle folgte im Jahr 2000.
Die Hauptversammlung mit Albvereinsfest des Gesamtvereins wurde 1959 und 1991 von Tuttlingen organisiert. 1963 wurde auf Initiative des Albvereins die Arbeitsgemeinschaft Tuttlingen Wander- und Umwelt- schutzverbände gegründet, die bis heute gebündelt die Interessen des Umwelt- und Naturschutzes gegenüber der Stadt Tuttlingen vertritt. Aktiver Naturschutz wird seit den 50-er Jahren betrieben. Mehrere Waldbiotope mit prächtigen Frauenschuhbeständen werden regelmäßig gepflegt. Diese kontinuierliche Arbeit wurde 2006 mit dem Aesculap-Umweltpreis belohnt.
Außer Wandern in der näheren und weiteren Heimat waren schon immer Bergwanderungen, z.B. 1912 zum Säntis, Standortwochen im Alpenraum und Ferienwanderungen mit Bus, Schiff und Flugzeug (bis 2017 mehr als 100) im Angebot. Zahlreiche Mittelgebirge in Deutschland und den angrenzenden Ländern waren Ziel mehrtägiger Wanderungen und Radtouren. Regelmäßiges Nordic Walking, Radfahren und im Winter Schneeschuhlaufen steht ebenfalls auf dem Programm.
In den 1950-er bis Mitte der 1990-er Jahre gab es eine erfolgreiche Jugendarbeit. Seit den 1950-er Jahren existierte eine Volkstanzgruppe, die heute offiziell nicht mehr besteht, doch zu besonderen Anlässen finden sich immer wieder einige Tanzpaare zusammen, um zur Freude der Anwesenden zu tanzen. Mit dem jährlichen Aufbau und Abbrennen des Funken- und Sonnwendfeuers wird altes Brauchtum bewahrt und mit einer Waldweihnacht das Wanderjahr abgeschlossen.

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