Egesheim

Die Gemeinde Egesheim liegt auf dem Großen Heuberg im Südwesten der Schwäbischen Alb und hat 655 Einwohner. Der südliche Flussarm der Bära, die sogenannte Untere Bära, durchfließt die Gemeinde. Die 766 Hektar große Gemarkung erreicht eine Höhe von 700 bis 930 m über dem Meer.
Die Ortsgruppe Egesheim wurde 1963 von 22 Wanderfreunden gegründet. Erster Vertrauensmann war Revierförster Kurt Arand, der später Förster von Trossingen wurde. Am 1. Mai 1966 fand das erste Heuberg-Wandertreffen südlich von der Ruine Granegg statt. Weitere Heuberg-Wandertreffen waren 1981 mit der Ortsgruppe Reichenbach, sowie 1991 und 1995. Ein wichtiger Impulsgeber in den Anfangsjahren war Peter Reiser. 1989 wurde Ansgar Butz neuer Vertrauensmann. Der neue Ortsbrunnen „Kronenbrunnen“ wurde am 21. Mai 1995 vom Albverein an die Gemeinde übergeben. 1992 wurde Siegfried Bischoff Vorsitzender. Im Jahre 2002 wurde mit Unterstützung des Musikvereins das alte Graneggwegle wieder frei und begehbar gemacht. Seit 2006 ist Thomas Bischoff Vorsitzender der Ortsgruppe. Die Ortsgruppe Egesheim hat zur Zeit noch zwölf Mitglieder. Aktivitäten sind keine mehr bekannt.
Die Ruine Granegg ist mit dem Schwäbischen Albverein eng verbunden. Sie hieß jedoch ursprünglich Michelstein. Die Michelsteiner sind schon um das Jahr 1100 urkundlich bezeugt. Als das Geschlecht ausstarb, ging die Burg über die Tiersteiner an die Herren von Balgheim. In einer Fehde zerstörten die Rottweiler die Festung. Als „Burgstall“ kam sie dann an die Herren von Stein und 1535 in den Besitz der Herren von Ifflinger-Granegg. Damals kaufte ein Herr Ifflinger, der das österreichische Lehen des Schlos- ses von Fridingen besaß, die Burg und gab ihr den Namen Granegg, den sie heute noch trägt. Er verlegte dabei seinen Sitz von der Burg Granegg bei Niedereschach hierher. Die Ifflinger von Granegg wohnten in Fridingen und ab und an auch in Villingen, aber nie auf dem Michelstein. Es ging ihnen wohl nicht um die kaum bewohnbare Burg, sondern um den Grundbesitz, um Steuern und Zehnten, Sie waren ein begütertes und bekanntes Geschlecht, das den Grafen von Oberhohenberg tüchtige und respektierte Obervögte stellte. Bei einem Verkauf des Fridinger Gebietes geriet die Granegg mit allem Zubehör 1792 in fremde Hände. Ein Nachkomme der Herren von Ifflinger-Granegg kaufte die Ruine aber später wieder zurück. Dessen Sohn, der königliche Kammerherr Konsul Freiherr von Ifflingen, vermachte Wald und Ruine der Katholischen Kirchenpflege Rottweil. Durch eine Schenkung 1931 kam der Schwäbische Albverein in den Besitz der Granegg, mit der Auflage, die Ruine zu erhalten.

Vorsitzender:
Thomas Bischoff
Mühlhalden 16
78592 Egesheim
Tel: 07429 / 9300140