Rottweil

Im Jahr 1889 tritt der „Verschönerungsverein Rottweil“ als 17. in der Reihe mit 27 Einzelmitgliedern dem Hauptverein bei. Daraus bildete sich die Ortsgruppe unter ihrem ersten Vertrauensmann Prof. Friedrich Haag. Schon 1893 wurden 120 Mitglieder gezählt, darunter namhafte Persönlichkeiten der Stadt Rottweil. Seit 1890 setzte sich die OG für den Bau eines Aussichtsturmes auf dem Lemberg ein, 1899 erfolgte die feierliche Einweihung als Eisenkonstruktion. Im 1. Weltkrieg erlosch das Leben der Ortsgruppe und erst 1921 kam es wieder zu einer „Belebung“. Anfang der 30erJahre war das große Thema in der OG die im Jahr 1932 dann vollzogene Übernahme der Ruine Granegg von der Kath. Kirchenstiftung Rottweil an den Schwäbischen Albverein. 1933 und 1972 fanden die Hauptversammlungen des Albvereins in Rottweil statt. Von 1941 bis 1947 ruhte der Verein. Von 1950 bis 1965 gab es eine sehr aktive Volkstanzgruppe und Jahrzehnte hinweg waren Fastnachtsbälle und Herbstfeiern gesellige Höhepunkte im Vereinsleben.
Hervorzuheben sind 1952 die Einweihung und Übergabe des Neckar-steges in Bauträgerschaft der Ortsgruppe unter dem Vertrauensmann Dr. Stemmer bei der Neckarburg an Graf von Bissingen. 1960 wurde in Zusammenarbeit mit dem Staatl. Forstamt beim Dissenhorn ein Naturlehrpfad angelegt. Zwei Wandersonderzüge des Heuberg-Baar-Gaues ins Allgäu und in die Pfalz wurden von der Ortsgruppe mit Bewirtung organisiert. Spektakuläre Krötenschutzaktionen an der Bundesstraße 27 durchgeführt, bei der Sanierungsaktion der „Neckarburg“ ebenfalls tatkräftig mitgeholfen und im Rahmen einer Umweltschutzwoche im Bergrutschgebiet am Lemberg Baumpflanzungen ausgeführt, Es erfolgten weitere Aktivitäten im Bereich des Landschaftschutzes und der Denkmalpflege. Im Jahr 2008 entstand der „Neckarweg“ von der Quelle bis zur Mündung mit einer Neutrassierung eines Teilstückes beim Abstieg ins Neckartal. 2013 konnten Landschaftspflegemaßnahmen bei Göllsdorf, die Sanierung eines Teilstücks des Wanderwegs im Eschachtal sowie die Erneuerung des Naturlehrpfades initiiert werden.
An der Planung und Ausführung von örtlichen Rundwanderwegen um Rottweil durch die Stadt Rottweil wurde mitgearbeitet und in diesem Zusammenhang das von der Ortsgruppe zu betreuende 60 km lange Albvereinswegenetz überprüft sowie die Zwischenmarkierungen erneuert oder ergänzt.
Seit dem Jahr 1971 wird als Vereinsheim das unter Denkmalschutz stehende „Zollhäusle“ der Stadt Rottweil genutzt. 1989/1990 wurde dieses Gebäude unter Mithilfe der Ortsgruppe grundlegend saniert und in seinem Bestand erhalten. Hier trifft man sich zum monatlichen Singen und gemütlichen Beisammensein.
Die Anzahl der Mitglieder erreichte 1964 zum 75-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe den Höchststand von 914. Seitdem sind die Zahlen leider rückläufig und am 31.Dezember 2016 hat die OG 313 Mitglieder. Über ein Dutzend Vertrauensmänner und geschäftsführende Vorstände haben in der langen Zeit der Ortsgruppe in ehrenamtlicher Tätigkeit die Leitungsaufgaben wahrgenommen und jeweils ihre Zeit geprägt. Zwei Vertrauensmänner konnten aufgrund des besonderen und langen Engagement in allen Aufgabenbereichen der Ortsgruppe zu Ehrenver-trauensmänner ernannt, nämlich Rudolf Bertsch (1930 bis 1950) der auch Mitglied im Hauptausschuss des Vereins war und Edmund Maier (1980-2005).
Bis zu 66 Veranstaltungen sind im Jahresprogramm. Zur Tradition ge-worden ist der jährliche „Lichtgang“ als Abschluss des Wanderjahres. Hinzu kommen noch die sogenannten „Mittwochnachmittagswanderungen“ in der näheren Umgebung. Seit den 70-Jahren gibt es zahlreiche Mehrtageswanderungen oder Wanderwochen in Baden-Würt-temberg sowie in den Bergregionen der Schweiz, von Österreich oder Italien. Auch mehrtägige Radtouren in verschiedenen Regionen unseres Landes Baden-Württemberg gehören seit vielen Jahren zum Programm.

Das Vereinsheim der Ortgruppe

Das Zollhäusle der OG Rottweil

Vorsitzender:
Hans-Peter Maier
Burkardstraße 6
78628 Rottweil
Tel.: 0741- 40 888

Termine, Veranstaltungen und weitere Ansprechpartner unter:

www.rottweil.albverein.eu/